Tschüss FHEM, es war nett mit dir…! Ein erster Blick auf Home Assistant

Seit einigen Jahren betreibe ich meine Homematic-Installation mit FHEM auf einem alten Raspberry Pi B+. Die Performance ist dafür ausreichend, aber FHEM hat für mich bis heute den Charakter einer “Bastelbude”, bei der man nie wirklich weiß, was nach dem nächsten Update noch funktioniert. Subjektiv betrachtet wirkt es leider auch altbacken und somit wenig attraktiv. Also muss mal etwas neues her!

Mittlerweile gibt es reichlich Auswahl an Heimautomatisierungssystemen: ioBroker (https://www NULL.iobroker NULL.net/), OpenHAB (https://www NULL.openhab NULL.org/), Home Assistant (https://www NULL.home-assistant NULL.io/) und pimatic (https://pimatic NULL.org/) sind nur einige der verfügbaren Optionen. Mit OpenHAB habe ich mich bereits ein wenig im Hackerspace Bremen e.V. (https://www NULL.hackerspace-bremen NULL.de/) beschäftigen dürfen (müssen 😉 ), dabei kam wenig Begeisterung bei mir auf. Beim Heimautomatisierungs-Stammtisch (https://www NULL.hackerspace-bremen NULL.de/regelmaessige-veranstaltungen/) wurde in letzter Zeit jedoch immer wieder Home Assistant erwähnt, so dass ich mich entschieden habe, mir dieses System einmal genauer anzusehen.

Home Assistant gibt es als fertiges Plug&Play-Installationsimage Hass.io (https://www NULL.home-assistant NULL.io/hassio/installation/) für verschiedene Geräte und auch als virtuelle Appliance – leider jedoch nicht als .ova-Image für die QEMU-Lösung auf x86-basierten Synology NAS. Ein findiger Entwickler hat es jedoch geschafft, das ganze auf Docker-Basis als Community DSM Paket (https://community NULL.home-assistant NULL.io/t/hass-io-on-synology-dsm-native-package/125559) bereitzustellen. Auch wenn der Aufnahmeprozess ins Community Repository zum Zeitpunkt des Blogposts noch nicht ganz abgeschlossen ist, ist das Paket bereits zur produktiven Nutzung geeignet und läuft bei mir – natürlich noch ohne Automationen! – im Grundzustand erst mal recht unauffällig. Als Basis dient mir mein Synology NAS DS916+ mit 8 GB RAM.

Zur Ansteuerung der klassischen Homematic-Geräte (kein HmIP) verwende ich am Raspberry PI mit FHEM den Sender HM-CFG-USB (https://wiki NULL.fhem NULL.de/wiki/HM-CFG-USB_USB_Konfigurations-Adapter) in der ersten Version. Während FHEM direkt ein Software-Modul mitbringt, welches die Homematic-Funklogik selbst abbildet, benötigt Home Assistant dazu eine klassische Homematic-Zentrale wie z.B. die CCU2 oder eine RaspberryMatic (https://raspberrymatic NULL.de/de/home/)-Installation. RaspberryMatic bildet dabei die Homematic-CCU auf offengelegter Original-Software des Herstellers eQ-3 nach und ergänzt sie mit sinnvollen Funktionen.

Mein erster RaspberryMatic-Versuch auf einem alten Raspberry Pi B war direkt erfolgreich: Obwohl stark in die Jahre gekommen, hat selbst diese alte Plattform noch mehr als ausreichend Performance, um eine Homematic-CCU nachzubilden – die CCU2 dürfte sie dabei locker abhängen. Der HM-CFG-USB wurde auch direkt erkannt, obwohl bei der unterstützten Hardware nur der HM-CFG-USB-2 gelistet ist. Allerdings ist mein Blick dann auf die .OVA-Datei gefallen: Sollte es möglich sein, auch diesen Raspberry Pi durch eine Appliance auf dem NAS zu ersetzen? Drei USB-Ports stehen am NAS zur Verfügung, was neben dem HM-CFG-USB auch noch den späteren Einsatz eines HmIP-RFUSB für HmIP möglich macht. Im Forenthread finde ich dann eine bebilderte Installationsanleitung (https://homematic-forum NULL.de/forum/viewtopic NULL.php?f=65&t=54055#p538104), die ich direkt ausprobiere: Erfolgreich! Pfeilschnell begrüßt mich die altbekannte CCU Oberfläche, und über den HM-CFG-USB konnte ich testweise auch eine Komponente anlernen. Läuft!

Meine (finale?) Konfiguration im Überblick:

  • Synology NAS DS916+ mit 8 GB RAM
  • HM-CFG-USB für BidCos-RF (klassisches HomeMatic Funkprotokoll)
  • RaspberryMatic als .OVA-Appliance (512 MB RAM sind genug)
  • Hass.io als Synology DSM Package

Als nächstes werde ich mich nun mal mit der Konfiguration und Automatisierung in Home Assistant auseinandersetzen. Was ich bislang gesehen habe, unterscheidet sich sehr deutlich von FHEM, da werde ich viel neues lernen müssen. Los geht’s…!

Ein Gedanke zu „Tschüss FHEM, es war nett mit dir…! Ein erster Blick auf Home Assistant

  1. Hallo jens, klingt Klasse, ich bin von fhem auf iobroker gewechselt, werde aber homeassistent im Hinterkopf behalten.

    Wichtig sind mir selbstbau Möglichkeiten von aktoren, Sensoren sollte aber ja kompatibel sein mit jerome pechs asskin 😊

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